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Für eine wirksame Impfung ist nicht so sehr der optimale Antikörper als vielmehr dessen Menge entscheidend
Bereich: Grundlagenforschung Rheumatologie, Immunologie
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| Dr. phil. Martin F.Bachmann Basel |
Dr. rer.nat. Ulrich Kalinke Zürich |
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Bachmann MF, Kalinke U, Althage A, et al. The role of antibody concentration and avidity in antiviral protection.
Science. 1997; 276:2024-7
Bei der Immunprophylaxe zum Schutz vor Infektionen mit Viren und Bakterien sind Antikörper von zentraler Bedeutung. Praktisch alle Impfstoffe basieren auf der Wirkung von Antikörpern, so beispielsweise Vaccine gegen Kinderlähmung, Hepatitis B, Tollwut und Windpocken. Bisher wurde aus in vitro Versuchen angenommen, dass die Wirksamkeit des Antikörper-vermittelten Infektionsschutzes durch die Qualität des Antikörpers, das heisst durch seine Bindungsfähigkeit definiert sei.
Die Untersuchungen von Dr. Martin Bachmann, Institut für Immunologie, Basel, und Dr. Ulrich Kalinke, Institut für Experimentelle Immunologie, Departement Pathologie der Universität Zürich, konnten am Tiermodell erstmals zeigen, dass diese Hypothese weitgehend falsch ist. Oberhalb eines gewissen Grenzwertes spielen weder Stärke noch Geschwindigkeit der Bindung für die Wirksamkeit des Antikörpers eine Rolle; entscheidend ist die Menge der vorhandenen Antikörper. Dies zeigt, dass der in vitro gefundene Zusammenhang sich nicht ohne weiteres auf die Situation im lebenden Körper übertragen lässt. Für die Wirksamkeit einer Immunprophylaxe ist es demnach wichtiger, Antikörper in genügender Zahl zu verabreichen als den optimalen Antikörper einzusetzen.
| Die Forschungsarbeit | ||
| Für eine wirksame Impfung ist nicht so sehr der optimale Antikörper als vielmehr dessen Menge entscheidend | 6 Kb | |





