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Krebsstammzellen als künftiger Therapieansatz
Bereich: Grundlagenforschung Onkologie
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| Dr. Ilaria Malanchi EPFL / ISREC Lausanne |
Prof. Joerg Huelsken EPFL / ISREC Lausanne |
In den vergangenen Jahren hat sich unser Verständnis der Krebsbiologie von einem simplistischen Modell, gemäss welchem alle Krebszellen dasselbe Potenzial haben, zu einer komplexeren Auffassung entwickelt, wonach Tumore hierarchisch organisiert sind. Gemäss diesem Konzept bewahrt nur eine kleine Zahl der Zellen eines Tumors das Potenzial, über längere Zeit das Tumorwachstum aufrechtzuerhalten. Von diesen «Krebsstammzellen» wird angenommen, dass sie für Therapieresistenz verantwortlich sind und Rückfälle verursachen. Im Einklang mit diesem Konzept haben die Wissenschaftler um J. Huelsken erstmals Krebsstammzellen in Hauttumoren identifiziert, die für die Entstehung und das Wachstum des Tumors verantwortlich sind. Sie konnten ausserdem zeigen, dass diese Krebszellen durch onkogene Mutationen direkt aus normalen Stammzellen in der Haut hervorgehen, welche ansonsten für die Erneuerung und Wundheilung der Haut sorgen. Da Krebsstammzellen für das Tumorwachstum notwendig sind, sollte ein spezifischer Angriff auf diese Zellen zu einer vollständigen, rückfallsfreien Tumorregression führen. Die Forscher konnten zeigen, dass in Krebsstammzellen von Hauttumoren der Wnt/beta-Catenin-Signalweg aktiv ist. Die spezifische Blockierung dieses Signals führte zum Verlust von Krebsstammzellen mit der bemerkenswerten Folge einer vollständigen Tumorregression. Es wurde damit der erste Beweis erbracht, dass ein gezielter Angriff gegen Krebsstammzellen ein vielversprechender Ansatz für eine wirksame Therapie sein könnten.
Cutaneous cancer stem cell maintenance is dependent on β-catenin signalling. Ilaria Malanchi, Hector Peinado, Deepika Kassen, Thomas Hussenet, Daniel Metzger, Pierre Chambon, Marcel Huber, Daniel Hohl, Amparo Cano, Walter Birchmeier and Joerg Huelsken; Nature, 452, 650-3 (2008)
| Forschungsarbeit | ||
| GF Onkologie: Dr. Ilaria Malanchi und Prof. Jörg Hülsken.pdf | 268 Kb | |





