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Fetale Stammzellen für die Herstellung von körpereigenen Herzklappen
Bereich: Grundlagenforschung Herzkreislauf
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| Dr. Dörthe Schmidt UniversitätsSpital Zürich |
Angeborene Herzfehler treten bei ca. 1% aller Neugeborenen auf. Fehlgebildete Herzklappen müssen häufig schon kurz nach der Geburt durch künstliche Materialien ersetzt werden. Da diese jedoch nicht mit dem kindlichen Körper mitwachsen, müssen die zu klein gewordenen Prothesen bis zum Erreichen des Erwachsenenalters mehrfach ersetzt werden. Diese Re-Operationen sind mit erheblichen Risiken für die Kinder behaftet. Alternativ wird in dem Forschungsgebiet «Regenerative Medizin» mittels «Tissue Engineering»-Technologien versucht, basierend auf körpereigenen Zellen lebende, zum Wachstum befähigte Implantate im Labor herzustellen. Idealerweise stehen derartige Gewebe bereits bei oder kurz nach der Geburt zur Verfügung. Die Zellentnahme und Gewebezüchtung sollte daher vor der Geburt stattfinden, sobald der Herzfehler festgestellt wurde. Hierzu wurde das folgende neue Konzept entwickelt: Fetale Stammzellen wurden im Rahmen einer pränatalen Routine-Diagnostik aus Fruchtwasser gewonnen. Die Stammzellen wurden vermehrt, differenziert und für die Herstellung lebender, körpereigener Herzklappen verwendet, welche im Labor funktionelle Eigenschaften zeigten. Diese so hergestellten wachsenden Klappen könnten einen Paradigmenwechsel in der nachhaltigen Behandlung angeborener Herzfehler darstellen.
Prenatally Fabricated Autologous Human Living Heart Valves Based on Amniotic Fluid-Derived Progenitor Cells as Single Cell Source. Dörthe Schmidt, Josef Achermann, Bernhard Odermatt, Christian Breymann, Anita Mol, Michele Genoni, Gregor Zund, Simon P. Hoerstrup; Circulation 116:I-64-I-70 (2007)
| Forschungsarbeit | ||
| GF Herzkreislauf Dörthe Schmidt.pdf | 268 Kb | |



