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Kontrollfunktionen von VHL in der Zellteilung kann Tumorentstehung unterdrücken
Bereich: Onkologie
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| Dr. Claudio R. Thoma ETH Zürich |
Dr. Alberto Tos ETH Zürich |
Ein fehlerfreier Verlauf der Zellteilung ist eine Grundvoraussetzung zur Integrität und Aufrechterhaltung eines Organs. Während der Zellteilung stellen hochsensitive Kontrollsysteme eine genaue zeitliche wie auch räumliche Koordination des Spindelapparates zur korrekten Chromosomenseggregation sicher. Defekte in solchen Kontrollsystemen führen zu Instabilitäten im Genom, ein wichtiger Aspekt in der Tumorentstehung.
In unserer Studie zeigen wir, dass das von Hippel-Lindau Tumorsuppressorprotein (VHL), welches in etwa 75% aller sporadisch auftretenden Nierenzellkarzinome inaktiviert ist, wichtige Funktionen in der Zellteilung aufrechterhält. Die Inaktivierung von VHL in der Zelle führt zu einer fehlerhaften Orientierung des Spindelapparates wie auch zu einer Schwächung des Kontrollsystems und zu genomischer Instabilität. Die Kontrollsystemschwächung, ausgelöst durch die VHL-Inaktivierung, ist zurückzuführen auf reduzierte Proteinmengen des Mad2 Kontrollfaktors. Diese Assoziation zwischen VHL, Mad2 und genomischer Instabilität konnte
auch in humanem Nierenkrebs beobachtet werden.
Dies impliziert, dass diese identifizierten Schutzfunktionen von VHL in der Zellteilung Tumorentstehung unterdrücken und in VHL-defektiven Nierenkrebszellen als Therapie-Angriffspunkte dienen könnten.
VHL loss causes spindle misorientation and chromosome instability. Claudio R. Thoma,* Alberto Toso,* Katrin L. Gutbrodt, Sabina P. Reggi, Ian J. Frew, Peter Schraml, Alexander Hergovich, Holger Moch, Patrick Meraldi and Wilhelm Krek. Nat Cell Biol, 11: 994-1001
(2009). *equally contributed
| Forschungsarbeit | ||
| Onkologie: Dr. Claudio R. Thoma und Dr. Alberto Toso (PDF) | 268 Kb | |





