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Das Grüneberg-Ganglion: Ein olfaktorisches System zur Gefahrendetektion
Bereich: Neurowissenschaften und Erkrankungen des Nervensystems
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| Julien Brechbühl Universität Lausanne |
Kaffeegeruch, ein bestimmtes Parfüm, ein vergessender Duft…
Die Nase von Säugetieren ist in der Lage, Tausende von verschiedenen Gerüchen in der Umwelt mehr oder weniger bewusst zu unterscheiden. Diese Gerüche dienen dem Auffinden und Beurteilen von Nahrung, sie beeinflussen aber auch vielfach das Verhalten, indem sie eine wichtige Rolle in der Kommunikation zwischen Individuen einnehmen. Gerüche ermöglichen dank der Erkennung chemischerWarnsignale beispielsweise die Partnerwahl oder die Vermeidung von Gefahren, die von Artgenossen freigesetzt werden. Die Geruchserkennung ist essentiell für das Überleben des Einzelnen als auch dem von Arten.
Unter Verwendung verschiedener Techniken der Elektronen- und Konfokalmikroskopie sowie immunohistochemischer Tests haben wir die Morphologie des Grüneberg-Ganglions untersucht, ein kürzlich identifiziertes olfaktorisches Untersystem. Mit Hilfe von Calcium-Imaging und Verhaltensstudien an der Maus haben wir die Funktion dieses Ganglions ermittelt. Unsere Arbeit zeigt, dass die Zellen dieses Ganglions für die Detektion von chemischenWarnsignalen verantwortlich sind. DieseWarnsignale oder- pheromone führen bei Artgenossen, die die Botschaft erhalten, beispielsweise zu Reglosigkeit oder Flucht. entwickeln.
Grueneberg Ganglion Cells Mediate Alarm Pheromone Detection in Mice. Julien Brechbühl,
Magali Klaey, Marie-Christine Broillet; Science 321:1092-1095 (2008)
| Forschungsarbeit | ||
| Neurowissenschaften Julien Brechbühl (PDF) |
268 Kb | |



