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Selbstkontrolle der T-Zellaktivierung mittels Freisetzung von ATP
Bereich: Infektiologie, Rheumatologie und Immunologie
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| Dr. Ursula Schenk Istituto di Ricerca in Biodmedicina, Bellinzona |
T-Lymphozyten sind weisse Blutkörperchen, welche spezifisch Infektionen kontrollieren können. Die Aktivierung dieser T-Zellen ist streng kontrolliert, um so eine schnelle Immunantwort auf Pathogene zu gewährleisten, daeine verzögerte Entzündungsreaktion für den Organismus gefährlich sein könnte.
Wir haben gezeigt, dass ATP, ein Hauptenergieträger aller Zellen, durch stimulierte CD4+ T-Helferzellen sezerniert wird und die T-Zellaktivierung autokrin durch die Bindung an P2X-Rezeptoren (P2XR) auf der Zelloberfläche reguliert. Die pharmakologische Hemmung der ATP-Bindung an P2XR auf aktivierten CD4+ T-Zellen verhinderte die T-Zellproliferation sowie die Differenzierung in Effektorzellen und induzierte in vitro und in vivo eine Unempfindlichkeit der T-Zellen (Anergie). Weiterhin konnte in zwei Mausmodellen für Autoimmunerkrankungen, nämlich Typ-1-Diabetes und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, eine therapeutische Wirksamkeit des P2XR-Antagonisten oxidiertes ATP (oATP) gezeigt werden. Die tägliche Verabreichung von oATP hemmte die Entwicklung und Ausbreitung pathogener Effektor/Gedächtnis-T-Zellen und führte zu einer ausgeprägten Linderung von Gewebeschäden im Vergleich zu Kontrolltieren. Aus diesem Grund können Antagonisten der ATP-Freisetzung und/oder der P2XR-Signalkaskade einen bedeutenden Nutzen für die Behandlung von T-Zell-vermittelten Entzündungserkrankungen haben.
Purinergic Control of T cell Activation by ATP Released Through Pannexin-1 Hemichannels. Ursula Schenk, Astrid M. Westendorf, Enrico Radaelli, Anna Casati, Micol Ferro, Marta Fumagalli, Claudia Verderio, Jan Buer, Eugenio Scanziani, Fabio Grassi; Sci. Signal. 1, ra6 (2008).
| Forschungsarbeit | ||
| Infektiologie, Rheumatologie und Immunologie Dr. Ursula Schenk (PDF) |
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