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Bereich: Onkologie
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| Dr. Jean-Philippe Theurillat ETH Zürich |
Dr. Stefan Christian Metzler UniversitätsSpital Zürich |
URI: ein neues Onkogen in Eierstocktumoren
Die Apoptose, der programmierte Zelltod, ist ein wichtiger Vorgang im Organismus, der es dem Körper erlaubt, bösartig veränderte Zellen gezielt abzubauen. Eine Hemmung der Apoptose ist daher in der Entstehung von Krebs ein zentraler Vorgang, welcher häufig auch zur Resistenz von Tumorzellen gegenüber einer Chemotherapie zu einem späteren Zeitpunkt führt.
Wir haben eine Amplifikation des Gens URI in einer Gruppe von Eierstocktumoren gefunden, was bedeutet, dass das Gen statt zweimal, wie in gesunden Zellen, vielfach in der Tumorzelle zu finden ist. Dies führt zu einer verstärkten Expression des URI Proteins. Die Tumore mit URI Amplifikation sind in der Regel sehr aggressiv und zeigen eine erhöhte Resistenz gegenüber Cisplatin Behandlung. Wurde mit Hilfe zellbiologischer und biochemischer Methoden die Expression von URI in Zellen mit und ohne Gen-Amplifikation verhindert, starben nur Zellen, in denen URI amplifiziert ist. Offensichtlich haben die amplifizierten Zellen eine für Onkogene typische Abhängigkeit für URI entwickelt.
Diese onkogene Funktion des Proteins URI stellt einen neuen Mechanismus dar, wie Eierstockkrebs-Zellen ihr Überleben steigern können und deutet daraufhin, dass URI ein interessantes Angriffsziel für eine molekulare Therapie sein könnte.
URI is an oncogene amplified in ovarian cancer cells and is required for their survival. Jean-Philippe Theurillat*, Stefan Christian Metzler*, Nico Henzi, Nabil Djouder, MarianneHelbling, Anna-Kathrin Zimmermann, Francis Jacob, Alex Soltermann, Rosmarie Caduff,
Viola Heinzelmann-Schwarz, Holger Moch*, Wilhelm Krek*; Cancer Cell. 2011 Mar 8; 19(3):317–32 * equally contributed
| Forschungsarbeit (Original Publikation) | ||
| URI Is an Oncogene Amplified in Ovarian Cancer Cells and Is Required for Their Survival (PDF) | 268 Kb | |




